Ackerbrache

o Ackerbrachen bieten vielen Tierarten einen wichtigen temporären Lebensraum
o Sie liefern Insekten, darunter vielen Nützlingen (z.B. Bestäuber), ein vielfältiges Nahrungsangebot, außerdem bieten sie Deckung für Feldlerche, Feldhase und Rebhuhn.
o Direkt auf dem Stoppelacker kann der Aufwuchs durch Selbstbegrünung erfolgen, eine Bodenbearbeitung fördert die Keimung der Ackerwildkräuter, muss aber nicht unbedingt erfolgen.
o Eine anfängliche Bodenbearbeitung kann auch Problempflanzen reduzieren, ebenso wie ein späterer Schröpfschnitt.
o Die Anlage kann flächig oder streifenförmig erfolgen, je breiter die Fläche, umso besser, damit neben Insekten und Ackerwildkräutern auch Säugetiere und Vögel profitieren können.
o Dabei sollte die Fläche mindestens bis zum Ende des Winters nicht bearbeitet werden, damit sie Insekten als Nist- und Überwinterungsmöglichkeit zur Verfügung steht. Bei längerfristigen Brachen sollte zwischen April und Juni keine Bearbeitung erfolgen.
o Zu beachten ist, dass landwirtschaftliche Flächen ohne Erzeugung i.d.R. bis zum 15. November eines Jahres mindestens einmal landwirtschaftlich genutzt (gemulcht, gemäht o.ä.) werden müssen!
o Anrechnung Greening: Die Maßnahme ist als Ökologische Vorrangfläche (ÖKF) im Greening als „Brache“ anrechenbar (Gewichtungsfaktor 1,0). Die zusätzlichen Vorgaben können der Merkblattmappe Greening (siehe unten) entnommen werden

https://add.rlp.de/fileadmin/add/Abteilung_4/Foerderungen_Abteilung_4/43_Antragsunterlagen_Agrar/Agrarfoerderung_Merkblattmappe_Agrarfoerderung_Allgemeiner_Teil_2020_X.pdf
https://add.rlp.de/fileadmin/add/Abteilung_4/Foerderungen_Abteilung_4/43_Antragsunterlagen_Agrar/Agrarfoerderung_Merkblattmappe_Greening_2020X.pdf

o Weitere Infos und Quellen:

https://www.rheinische-kulturlandschaft.de/massnahmen/ackerbrache/